Digitalisierung am GiL

Die Digitalisierung ist ein Kernbereich aktueller Schulentwicklungsarbeit am GiL, dem sich sowohl die Schulleitung als auch das Lehrerkollegium in einem engagierten Arbeitskreis zur „Digitalisierungsstrategie“ mit Nachdruck widmet. Dies umfasst die Bereiche

  1. Unterrichtsentwicklung: Aufbau von Medienkompetenzen und tragfähigen Konzepten für den Präsenz-, Distanz- und Wechselunterricht,
  2. Ausbau der technischen Ausstattung im Schulgebäude,
  3. Lehrerfortbildung,
  4. Sicherstellung der Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Inhalten und Werkzeugen für alle Schüler/-innen und Lehrkräfte durch digitale Endgeräte.

Die Anschaffung und Benutzung digitaler Geräte, also beispielsweise Tablets mit Stifteingabe (wie das Apple iPad oder Windows Surface), soll dabei in einer Weise erfolgen, dass ALLE davon profitieren können. Nach dem Grundsatz Pädagogik vor Technik beschäftigt uns die zentrale Frage: Wie ändern sich Lernprozesse mit digitalen Medien? Wir möchten mit der ganzen Schule einen gemeinsamen Weg gehen – unsere Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte mitnehmen – um anschließend produktiv, sicher, sinnstiftend und mit didaktischem Mehrwert in der Schule und zu Hause arbeiten zu können.

Die besonderen Anforderungen der Corona-Pandemie haben uns die Bedeutung digitaler Werkzeuge im schulischen Kontext wie im Brennglas vor Augen geführt. Eine ganze Menge hat sich bereits entwickelt.

Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt einen eigenen kostenfreien Zugang zu folgenden digitalen Diensten am GiL:

  • E-Mailbox unter vorname.nachname@gil-marl.de
  • Schulmanager-Online 
  • Lernplattform Moodle
  • schulinternes Netzwerk MSN pro
  • in Vorbereitung: Office 365 education

Nach dem schulinternen Medienkonzept erfolgt der Aufbau von Medienkompetenzen zentral im Fachunterricht. Hier sind bereits alle Lehrpläne aktualisiert, so dass ein Kompetenzaufbau auf Basis des Medienkompetenzrahmens NRW schrittweise ab Klasse 5 in den Bereichen Bedienen und Anwenden, Informieren und Recherchieren, Kommunizieren und Kooperieren, Produzieren und Präsentieren, Analysieren und Reflektieren sowie Problemlösen und Modellieren erfolgt. Eine Schlüsselstellung nimmt hierbei das neue Fach Informatik in den Klassen 5/6 ein, das am GiL bereits 2019 eingeführt wurde.

Eine besondere Bedeutung spielt bei allen Überlegungen der umfassende Datenschutz. Am GiL legen wir großen Wert darauf, dass unsere Anwendungen und Konzepte die Regelungen des Datenschutzes im Sinne der europäischen DSGVO vollends erfüllen. Das gilt selbstverständlich auch für die externen Dienstleister, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir wollen sicherstellen, dass die Daten unserer Schülerinnen und Schüler, der Eltern sowie der Lehrkräfte datenschutzkonform auf in Deutschland befindlichen Servern verarbeitet werden.

Unsere zentrale Kommunikationsplattform ist seit Juni 2020 der Schulmanager-Online. Hier haben alle Schüler/-innen, Eltern und Lehrkräfte einen eigenen Account und können über eine App per Smartphone oder Tablet sowie über jeden Desktop-Browser Zugriff auf alle Funktionen des Schulmanagers nehmen: Kalender und wichtige Termine, Stunden- und Vertretungsplan, Kommunikation über einen Nachrichten-Messenger mit Push-Funktion, Terminierung der Klassenarbeiten, Versand von Elternbriefen, Organisation von Sprechzeiten mit Lehrkräften, Abwicklung von Zahlungen für Schulfahrten, Durchführung von Fach- und AG-Wahlen, Videokonferenzen.

Mit der GiL-Cloud steht eine zentrale Dateiablage zur Verfügung, über die unsere Lehrerinnen und Lehrer im Bedarfsfall ihr Unterrichts- und Vertretungsmaterial den Schüler/-innen als Download zur Verfügung stellen können. Den Zugang erreicht man direkt über unsere Homepage. Um mehr Möglichkeiten des inhaltlichen Austausches und der Unterrichtsgestaltung zu haben, gibt es sogenannte Lern-Management-Systeme (LMS). Ein recht bekanntes und ausgreiftes LMS ist Moodle, das wir im Herbst 2020 eingeführt haben. Über Moodle können unter anderem Materialien für den Unterricht (Arbeitsblätter, Dokumente, Bilder, Clips, u.v.m.) zur Verfügung gestellt, Lösungen bzw. Ergebnisse durch unsere Schüler/-innen wieder abgegeben („hochgeladen“), Fragen in einem Blog besprochen, Umfragen und kleinere „Tests“ durchgeführt und sogar Videokonferenzen abgehalten werden.

Bei Videokonferenzen setzen wir auf das datenschutzkonforme System Big Blue Button, das als Open-Source-Software in unser Moodle integriert ist und von dort durch unsere Lehrkräfte geplant und gestartet werden kann. Die Durchführung von Videokonferenzen als „Online-Unterricht“ mit Schülerinnen und Schülern stellt uns im schulischen Kontext vor eine Reihe besonderer Herausforderungen. Neben Fragen der technischen Stabilität und Zugangsmöglichkeiten müssen auch konzeptionelle Fragen zur Gestaltung und zum Verhalten („Nettiquette“) in solchen Settings geklärt werden. Hier gibt es also in der nächsten Zeit noch einiges zu tun.

Bezüglich der technischen Ausstattung im Schulgebäude sind wir mit unserem Schulträger, der Stadt Marl, in einem engen Austausch. Im Sommer 2020 konnten wir jeden Unterrichtsraum mit einer nagelneuen, modernen und funktionsreichen digitalen Tafel („Touchboard“) ausstatten, die sich seitdem bei Schüler/-innen und Lehrer/-innen großer Beliebtheit erfreut. Das Schulgebäude ist auch an das Glasfaser-Netz angeschlossen. Die Ausbringung des schnellen Breitband-Netzwerkes in alle Bereiche der Schule steht in den Startlöchern.

Der Schulträger hat außerdem ein Programm zur Ausstattung unserer Lehrkräfte mit digitalen Dienst-Tablets (iPads) aufgelegt. Zudem erhalten die Marler Schulen in Kürze Unterstützung mit zusätzlichen Leihgeräten, um auch bedürftigen Schüler/-innen im Sinne der Chancengleichheit Zugang zu digitalen Endgeräten zu ermöglichen.