Die LernFerien NRW gibt es bereits seit 2008. Das Programm zur individuellen Förderung wird vom Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen (MSB NRW) finanziert. Seit Januar 2021 ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Programmträgerin und stellt das Angebot der LernFerien NRW bereit. Die Camps finden in beiden Ferienwochen der Oster- und Herbstferien in NRW statt und werden mit zwei verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten angeboten: Lernen Lernen und Begabungen Fördern.
Bei Interesse finden Sie Informationen hier lernferien-nrw.de.
Hier schildern Schüler:innen des GiL ihre Erfahrungen:
Zusammen mit elf anderen Jugendlichen war ich in der ersten Ferienwoche bei den Lernferien. Das große Überthema war Podcast. Erstmal hab ich mich gefragt, was wir überhaupt so machen und das wurde uns auch am ersten Tag direkt erklärt.
Das erste Treffen (Sonntag) war in einer Jugendherberge um 8:30 Uhr. Erstmal haben wir uns alle vorgestellt und alle waren sehr nett und freundlich obwohl wir uns alle gar nicht kannten, denn keiner kannte irgendwen dort. Danach wurden wir gefragt, was wir uns vorstellen, was wir hier 5 Tage machen werden. Unsere Vorstellungen waren, dass wir z.B. einen Aufbau eines Podcast kennenlernen und einen Teil eines Podcast auch erstellen. So war es dann auch. Am den Tag haben wir uns dann an den Aufbau und die Struktur des Podcast angeschaut, viel mehr haben wir nicht geschafft.
An dem zweiten Tag (Montag) haben wir schon direkt losgelegt, wir haben viel über Ton Arbeit gesprochen und wie man überhaupt ein Script für einen Podcast schreibt und strukturiert. Währenddessen wurden schon die ersten Freundschaften geknüpft. Am Abend haben wir noch ein Lagerfeuer mit Gitarre gemacht.
Am dritten Tag (Dienstag) haben wir direkt mit Script-Arbeit losgelegt; unser Team hat ein Truecrime mit KI Podcast erstellt. Es war schon echt anstrengend, vor allem, weil du viel recherchieren musst und das in eine „schöne Geschichte“ umwandeln musst, aber es macht super viel Spaß und du bekommst auch richtig viel Hilfe angeboten von den drei Betreuern. Am Abend haben wir noch gegrillt.
Der dritte Tag (Mittwoch) war einer der vollsten, aber auch einer der schönsten Tage. Wir sollten alle unsere Scripte fertigstellen und dann einem Betreuer sagen, was wir uns dabei vorstellen und wie wir einzelne Soundeffekte haben wollen. Danach sollten wir schon direkt als Erstes unsere Podcastfolge aufnehmen, wir alle waren richtig aufgeregt, aber es hat total viel Spaß gemacht. Am Nachmittag waren wir dann im Kletterwald, der direkt nebenan war, und danach noch bei einem Zirkus, denn die Jugendherberge hatte ein Zirkuszelt stehen. Der Kletterwald und die Zirkusshow waren super. Am Abend haben wir dann noch alle zusammen einen Film geguckt. Wir alle sind in den Tagen richtig zusammengewachsen, obwohl wir uns am Anfang gar nicht kannten.
Am vierten und letzten Tag (Donnerstag) waren wir alle richtig gespannt, wie sich der Podcast nun anhört, vor allem mit den ganzen Soundeffekten. Wir haben uns alle versammelt und haben sie erst vorgestellt und dann angehört. Alle waren so unglaublich cool, weil es auch so unterschiedliche Ideen waren. Nun hat jeder eine eigene Podcastfolge und neue Freunde.
Alles im Allem hört sich jeder Tag sehr voll an, doch man hatte auch viel Freizeit, wir sind teilweise zu einem Einkaufsladen gelaufen oder zu einem Fußballplatz, wo wir dann Fußball gespielt haben, oder wir haben zusammen Karten oder Spiele gespielt. Ich würde die Lernferien definitiv weiter empfehlen und sie ausprobieren, denn ich hatte vorher auch eine bisschen Angst, weil ich dort keinen kannte, doch am Ende war es ein sehr cooles und schönes Erlebnis.
Emily Wilde (8a)
In den Osterferien waren wir bei den Lernferien NRW in Jülich. Dort gab es verschiedene Workshops, zum Beispiel den Medienworkshop und den Workshop „Klimaspuren im Alltag“.
Im Medienworkshop haben wir viele spannende Dinge rund um Kameras und Videos gelernt. Wir haben uns verschiedene Kameras angeschaut und gelernt, wie sie funktionieren und wie man sie richtig benutzt. Danach ging es um das Schneiden von Videos. Dafür haben wir das Programm DaVinci Resolve benutzt, mit dem auch Profis arbeiten. Außerdem hatten wir einen Vortrag von einer Mitarbeiterin vom SWR. Sie hat uns erklärt, wie man richtig spricht, zum Beispiel für Reportagen, und worauf man vor der Kamera achten muss. Wir haben auch gelernt, wie Reels entstehen und wie man ein Video plant, zum Beispiel mit einem Storyboard. Ein wichtiges Thema im Medienworkshop war auch Social Media. Wir haben über die Risiken gesprochen und am Ende selbst ein Reel zu diesem Thema erstellt.
Im Workshop „Klimaspuren im Alltag“ haben wir spannende Informationen erhalten. Am ersten Tag sind wir direkt praktisch gestartet, denn wir haben in Kleingruppen ein Klimapuzzle zusammengesetzt. Die Exkursion in ein Forschungszentrum am zweiten Tag war auch sehr informativ, doch darüber dürfen wir nichts berichten, denn wir mussten eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. An den andern Tagen haben wir eine Ökobilanz, zum Beispiel von Papier oder IPads mit Hilfe eines Computerprogramms erstellt .
Die Ergebnisse wurden in beiden Workshops in Kurzfilmen festgehalten, die wir selbst gedreht und geschnitten haben. Diese wurden am Ende allen Teilnehmern präsentiert. Neben dem Lernen hatten wir auch viel Freizeit. Abends haben wir uns im Science College getroffen, Spiele, wie Werwolf gespielt, Karaoke gesungen, Nachtwanderungen gemacht und uns den Sternenhimmel angeschaut. Dabei hatten alle viel Spaß.
Insgesamt war die Woche sehr lehrreich, aber auch lustig. Wir haben viel Neues gelernt und wir würden jederzeit wieder an den Lernferien teilnehmen.
Samma Mattroud (EF) und Greta Schröder (9c)