Das Gymnasium im Loekamp darf sich über eine besondere Anerkennung freuen: Unsere Erasmus+-Arbeit wurde mit dem Erasmus+-Qualitätssiegel ausgezeichnet. Damit würdigt die Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung im Pädagogischen Austauschdienst die hohe Qualität, mit der die europäischen Aktivitäten am GiL geplant, durchgeführt und ausgewertet wurden.
Für unsere Schule ist das Siegel weit mehr als eine formale Auszeichnung. Es bestätigt, dass internationale Begegnungen inzwischen einen festen Platz im Schulleben haben und unseren Schülerinnen und Schülern wertvolle Lern- und Lebenserfahrungen ermöglichen.
„Das Qualitätssiegel ist eine großartige Anerkennung für die engagierte Arbeit vieler Kolleginnen und Kollegen und für die Offenheit unserer Schülerinnen und Schüler“, freut sich Schulleiter Marc Brode. „Erasmus+ macht Europa persönlich erlebbar. Junge Menschen begegnen einander, arbeiten gemeinsam an Projekten und entdecken, dass sie trotz unterschiedlicher Sprachen und Lebenswelten vieles verbindet.“
Zwei Jahre voller Begegnungen
Seit der Erasmus+-Akkreditierung im Jahr 2024 hat das GiL seine europäischen Partnerschaften kontinuierlich ausgebaut. Schülerinnen und Schüler konnten an Begegnungen mit Partnerschulen in Frankreich, Griechenland und Estland teilnehmen, internationale Gäste in Marl aufnehmen und bei Gegenbesuchen den Schulalltag und das Familienleben in anderen europäischen Ländern kennenlernen.
Zu den Höhepunkten gehörten die Begegnungen mit dem 1. Lyzeum in Panorama bei Thessaloniki und weiteren griechischen Partnerschulen. Neben gemeinsamen Unterrichts- und Projektphasen standen kulturelle, geschichtliche und gesellschaftliche Themen im Mittelpunkt. Auch die Partnerschaft mit dem Collège Helder Camara in Treillières bei Nantes stärkte den persönlichen Austausch und bot den Französischlernenden die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse außerhalb des Klassenraums anzuwenden.
Im Schuljahr 2025/26 wurde Europa am GiL besonders sichtbar: In einer einzigen Woche waren vier internationale Gruppen gleichzeitig zu Gast. Schülerinnen und Schüler aus Frankreich, Griechenland, Kreta und Estland arbeiteten gemeinsam mit ihren deutschen Partnerinnen und Partnern.
Beim trilateralen Fotoprojekt „Urban Spaces, Shared Perspectives“ betrachteten Jugendliche aus Marl, Saku und Panorama ihre Lebensräume aus unterschiedlichen europäischen Perspektiven. Die Gäste aus Ierapetra auf Kreta wirkten außerdem an der Ausstellung „ZirkusAngstDschungel“ im Skulpturenmuseum Marl mit. Exkursionen unter anderem nach Köln, zur Zeche Zollverein und in die Region ergänzten das Programm.
Neben fachlichem Lernen und sprachlicher Praxis ging es bei allen Begegnungen vor allem darum, Selbstständigkeit, Offenheit und interkulturelle Kompetenz zu stärken. Die Jugendlichen mussten sich auf neue Situationen einlassen, miteinander kommunizieren und gemeinsam Lösungen entwickeln. Dabei entstanden zahlreiche persönliche Kontakte und Freundschaften, die über die eigentliche Projektzeit hinausreichen.
Erasmus+-Koordinatorin Luzminda Wenzel zieht deshalb ein besonders positives Fazit: „Das Qualitätssiegel zeigt, dass hinter den vielen Reisen und Begegnungen ein durchdachtes pädagogisches Konzept steht. Besonders beeindruckend ist für mich immer wieder, wie schnell unsere Schülerinnen und Schüler über sich hinauswachsen. Sie sprechen eine Fremdsprache, übernehmen Verantwortung und erleben, dass Europa nichts Abstraktes ist, sondern aus echten Begegnungen entsteht.“
Anerkennung und Ansporn zugleich
Möglich wird diese Arbeit durch das Engagement vieler Beteiligter: durch die Lehrkräfte, die Begegnungen organisieren und begleiten, durch die Familien, die internationale Gäste aufnehmen, durch unsere europäischen Partnerschulen und vor allem durch die Schülerinnen und Schüler, die sich neugierig und mutig auf neue Erfahrungen einlassen.
Das Erasmus+-Qualitätssiegel ist deshalb eine Auszeichnung für die gesamte Schulgemeinschaft. Zugleich ist es ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, bestehende Partnerschaften zu vertiefen und künftig noch mehr jungen Menschen europäische Lernerfahrungen zu ermöglichen.
Am GiL wird Europa nicht nur im Unterricht behandelt. Europa wird gemeinsam erlebt.
Wz


