Europa lebt am GiL- Vier Austauschgruppen in einer Woche

Diese Woche war am GiL wirklich Ausnahmezustand – im allerbesten Sinne. Gleich vier Austauschgruppen waren zeitgleich bei uns zu Gast. Unsere Schule war damit für ein paar Tage nicht nur ziemlich voll, sondern vor allem ziemlich international, lebendig und voller Begegnungen.

Zu Besuch waren das 1. Lyzeum aus Panorama bei Thessaloniki, das mit unseren Lateinkindern aus Jahrgang 8 im Austausch stand, außerdem das Collège Helder Camara aus Treillières bei Nantes, das mit unseren Französischkursen der 8. Klasse zusammenarbeitete. Dazu kamen mit dem Saku Gymnasium aus Estland (drittgrößte Schule Estlands!) und dem 1. EPAL aus Ierapetra auf Kreta noch zwei weitere Gruppen, die sich mit Schülerinnen und Schülern aus unseren WPII-Kursen der Jahrgänge 8 und 9 austauschten.

Besonders spannend war in diesem Jahr, dass wir zum ersten Mal ein trilaterales Fotoprojekt auf die Beine gestellt haben: „Urban Spaces, Shared Perspectives“ – gemeinsam mit dem GiL, dem Saku Gymnasium und dem Lyzeum aus Panorama. Und das war ehrlich gesagt schon ziemlich besonders. Denn natürlich sieht man schnell, dass es Unterschiede gibt, wenn Jugendliche aus dem Baltikum, Mitteleuropa und Südeuropa gemeinsam auf Stadt, Raum und Alltag schauen. Genau das hat das Projekt aber so interessant gemacht: andere Perspektiven, andere Blickwinkel, andere Ideen; und daraus ist richtig viel entstanden!

Was uns besonders gefreut hat: Auch in der Evaluation wurde deutlich, wie gut das bei den Schülerinnen und Schülern ankam. Viele haben zurückgemeldet, dass sie es toll fanden, über ihren eigenen Schatten zu springen, neue Menschen kennenzulernen und sich auf andere Sichtweisen einzulassen. Und genau das ist ja der Punkt. Austausch soll nicht nur nett sein, sondern etwas mit den Jugendlichen machen.

Natürlich wurde in der Woche auch einiges erlebt. Auf dem Programm standen unter anderem die Zeche Zollverein, Köln, die Palmkirmes und der Signal-Iduna-Park. Die Gruppe aus Kreta gestaltete außerdem die Ausstellung „ZirkusAngstDschungel“ im Skulpturenmuseum Marl mit (https://www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de/de/veranstaltungen/time/future/2520.html). Auch das war noch einmal ein echtes Highlight.

Schulleiter Marc Brode sagt dazu:

„Wenn vier internationale Gruppen gleichzeitig am GiL zu Gast sind, dann zeigt das sehr deutlich, wie lebendig Europa an unserer Schule geworden ist. Solche Begegnungen sind für unsere Schülerinnen und Schüler fachlich und persönlich ein großer Gewinn.“

Auch Erasmus+-Projektkoordinatorin Luzminda Wenzel zieht ein positives Fazit:

Ich finde es jedes Mal stark zu sehen, wie schnell junge Menschen über sich hinauswachsen, wenn man ihnen die richtige Bühne gibt. Da wird auf einmal Englisch gesprochen, zusammen gestaltet, improvisiert, gelacht. Und ganz nebenbei merken alle, wie viel mehr sie können, als sie vorher dachten.“

Eins ist nach dieser Woche auf jeden Fall klar: Europa lebt am GiL nicht nur auf dem Papier, sondern mitten im Schulalltag.