Leistungskurs Geschichte mahnt beim Auschwitz-Gedenktag

Am 27. Januar wird alljährlich der Opfer des Nationalsozialismus‘ gedacht: Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, politisch Andersdenkende sowie Homosexuelle waren diejenigen, die im Fokus des staatlichen Terrors standen. So wurde auch in diesem Jahr, dem 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee der Sowjetunion, der sog. „Auschwitz-Gedenktag“ der Stadt Marl begangen. In der gut besuchten Aula der Scharounschule versammelten sich Vertreter aus Politik, Gesellschaft sowie Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen unter dem Motto „Führerkult“, um zu Erinnern und zu Mahnen.

Als Vertreter des GiL gestaltete der Leistungskurs Geschichte von Herrn Pothmann mit einem eigenen Beitrag die Veranstaltung mit. Die 21 Schülerinnen und Schüler aus der Q1 stellten mit einem kurzen Schauspiel gekonnt die Dimensionen von Verehrung und Personenkult dar und zogen Parallelen zu unserer Welt heute. Fan-sein, jemanden anfeuern und bejubeln, einer prominenten Person folgen – völlig normal in Social Media, auf Konzerten oder in Sportarenen. Doch ist das schon „Führerkult?“ Der LK Geschichte machte die Grenzen von Begeisterung und Hingabe deutlich und zeigte den Grad zum gefährlichen, weil bedingungslosen Folgen politischer Anführer auf. Für den gut präsentierten Beitrag mit eindrucksvollem Statement gab es nicht nur Applaus vom Publikum, sondern auch viele lobende Worte von Gästen und Politikern. Das zeigt den Wert schulischer Erinnerungsarbeit und schlägt die Brücke zwischen Unterricht und aktuellen Gesellschaftsthemen.

Redaktion: Pot / Bilder: Stadt Marl